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Pfarrhaus in Ober-Olm

Lange zog sich das Thema “Neubau eines Pfarrhauses” durch die Sitzungen des Kirchenvorstandes.

  • Wäre ein Pfarrhaus neben der Kirche zeitgemäß?
  • Wie wichtig ist uns ein Pfarrhaus?
  • Würde uns die Kirchenverwaltung finanzielle Unterstützung gewähren?
  • Können wir das Projekt finanziell stemmen und würde es sich über die Jahre hinweg rechnen?
  • Wie groß sollte ein Pfarrhaus sein?
  • Was berichten andere Gemeinden mit Erfahrung beim Pfarrhaus-Neubau?
  • Wo auf dem Grundstück sollte man das Pfarrhaus errichten?
  • Wo könnten schwere Baufahrzeuge ohne Beschädigung der Wege vorfahren?
  • Können vorhandene Versorgungsleitungen preiswert genutzt werden?
  • Welche Bauweise wäre zweckmäßig?
  • Welchen Architekt sollten wir wählen?
  • Welche Fristen sind einzuhalten?

Diese keineswegs vollständige Liste musste geklärt werden, bevor Mitte des Jahres 2010 endlich der Bauantrag eingereicht werden konnte. Danach ging es relativ flott: Bis zum 15. August musste das komplette Ausschreibungspaket an die Bauabteilung bei der Kirchenverwaltung in Darmstadt übergeben werden. Ende September lagen Baugenehmigung und Baufreigabe vor. Bis Ende Oktober waren alle Werkverträge abgeschlossen und in den Bauzeitplan eingearbeitet. Zeitgleich errichtete das Rohbauunternehmen PIERZINA einen Bauzaun und setzte mit Bauschildern erste Zeichen einer baldigen Bautätigkeit. Noch vor Einbruch des Winters fand der Erste Spatenstich statt (die zugehörigen Bilder erschienen im Gemeindebrief I/2011). Gleich darauf wurde mit den Tiefbauarbeiten, mit dem Fundament und mit dem Errichten der bergseitigen Außenwände aus Beton-Fertigteilen begonnen. Trotz des langen, kalten Winters war der Rohbau des Pfarrhauses in der dritten Februarwoche praktisch fertig. Es folgte das Dachgebälk und am 22. März 2011 war Richtfest.

Weitaus weniger spektakulär aber dafür um so langwieriger schloss sich der Innenausbau an. Viele Details waren abzustimmen und zu klären, bevor am 11. September 2011 zeitgleich mit dem alljährlichen Gemeindefest die Einweihung gefeiert und das neue Pfarrhaus seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Hier einige Bilder der einzelnen Bauabschnitte:

16. Januar 2011:
Das Fundament ist fertig, erste Wände stehen!

Außenwände aus Beton-Fertigteilen werden aufgestellt, mit schrägen Sprießen verschraubt, genau senkrecht ausgerichtet und schließlich mit Beton verfüllt.

“... und hier soll ich bald wohnen und arbeiten?”

21. Januar 2011:
Dank milder Witterung gehen die Arbeiten endlich weiter!

23. Februar 2011:
Nur einen Monat später: Das Obergeschoss steht, die Decken sind fertig - alles in solider Bauweise. Nur noch das Dachgebälk fehlt.


Dienstag, der 22. März:
Bei herrlichem Wetter ist
alles bereit fürs Richtfest.

Architekt Milch berichtet vom bisherigen Werdegang des Hauses

Mitglieder aus dem Kirchenvorstand und
Ehrengäste lauschen den Worten des Kirchenvor- standsvorsitzenden Edmund Jost

Pfarrer Dahmer (Bildmitte, im Sakko) hielt anschließend eine sehr berührende Rede und sprach ein Gebet.

Der traditionelle Spruch
des Zimmermanns.


11. September 2011
kurz vor 14:00 Uhr:
Das Gemeindefest klingt langsam aus, vor dem Pfarrhaus werden letzte Vorbereitungen für die Einweihungsfeier getroffen. Konfirmanden stehen bereit für den Ausschank eines super-leckeren, selbst-
gebrauten Cocktails.

Pfarrhaus und Kirche gehören zusammen, die Kirche aber im Vordergrund

Zahlreiche Interessierte, Gäste und Ehrengäste bei der Ansprache von Edmund Jost, Vorsitzender im Kirchenvorstand

Als einige Regentropfen vom Himmel fielen, vermutete Ehrengast Pfarrer Thorsten Geiss von der Katholischen Kirchengemeinde sogleich, es handele sich sicher um Weihwasser ...

Ute Granold, Bürgermeisterin von Klein-Winternheim und Mitglied im Bundestag und Heribert Schmitt, Bürgermeister von Ober-Olm wünschten alles Gute.

Nach der symbolischen Übergabe des Haus-
schlüssels durch Architekt Milch an Herrn Pfarrer Dahmer bittet Dekan Klodt um Gottes Segen für das Haus.

Bilder: Gertrud Ruppel, N. Graubner
Text: N. Graubner

Das neue Pfarrhaus wirkt stattlich, ist aber hinsichtlich Größe und Ausstattung genau nach den Vorgaben und Vorschriften der Kirchenverwaltung gebaut. Der Wohntrakt für die Familie und für die (behindertengerecht) zugänglichen Diensträume des Pfarrers sind strikt getrennt.